Weißt
du noch der alte Werner", hört man sie reden, die Segler im Hafen
von Wieck. "Schade, dass der nicht mehr da ist." Ihr Boot, auf dem
sie sitzen und klönen schwankt im Wind. Die Wellen des Boddens
kräuseln sich. Das Schilf rauscht im Wind. So geht es im Hafen des
kleinen Ortes Wieck auf dem Darß zu. Am Ende eines Steges befindet
sich die Anlegestelle des "Likedeeler", "Bültenkieker" und der
"Heidi". Regelmäßig nehmen die Schiffe Fahrgäste mit auf ihre
Touren über den Bodden. Auf dem Spielplatz hüpfen fröhliche
Kinder. Nun kann ein gemütlicher Spaziergang durch den Ort
beginnen. Der "Johann Segebarth Weg" ist auf einem Schild am
Wegesrand zu lesen. Dass dieser Mensch ein ganz besonderer für
Wieck war, erfährt man auf einer Tafel. Der Heimatdichter wurde
1833 in Wieck geboren und schrieb hier sein Werk "De Darßer
Schmuggler". Und liefert damit dem Ensemble der Wiecker
Freilichtbühne jeden Sommer aufs Neue Stoff für ihre
Inszenierungen. "Wir hoffen, dass uns die Darßer Schmuggler auch
im nächsten Jahr wieder mit einem neuen Stück
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erfreuen",
sagt die Wieckerin Anne-Marie Kosko. Sie ist Mitarbeiterin in der
Darßer Arche. Das Nationalpark- und Gästezentrum ist das Herzstück
von Wieck. Es eröffnet Besuchern mit ihrer Ausstellung zur
Vorpommerschen Boddenlandschaft lehrreiche und interessante
Einblicke in die üppige Fauna und Flora der Region. Auch Vorträge
und Veranstaltungen finden in dem imposanten Gebäude statt. Eine
Besonderheit ist das Darßer Naturfilmfestival vom 27. September bis
zum 1. Oktober. Hier werden nicht nur Naturfilme gezeigt, sondern
auch namhafte Regisseure und Autoren persönlich vor Ort sein.
Besucher und Autoren haben im Anschluss an den jeweiligen Beitrag
Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.
Vor der Arche findet jeden Mittwoch und Samstag
von 9 bis 13 Uhr der Sommerfrischemarkt statt. Hier gibt es
regionale Köstlichkeiten und Bioprodukte zu kaufen.
Und noch etwas rät die Mitarbeiterin der Darßer
Arche: "Gerade jetzt beginnt ein für Deutschland einmaliges
Naturschauspiel. |
Die Kranichzeit hier auf dem Darß."
Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zieht Zugvögel
magisch an. Es ist ein atemberaubendes Naturschauspiel, wenn im
Herbst tausende Kraniche trompetend durch die Luft gleiten. Übrigens
bietet die Arche auch Exkursionen zum Abendeinflug der Kraniche an.
Weiter geht es durch die kleien verträumten Straßen des Ortes. Ruhig
ist es hier. Und herrlich grün. In den Vorgärten stehen Obstbäume
und Rosen. Die vielen kleinen Restaurants sind gut gefüllt. Denn in
Wieck ist von Bio-Küche bis Räucherfisch für jeden Geschmack etwas
dabei. Der Spaziergang durch den Ort an der Wiecker Freilichtbühne.
Hier also erheitern und bewegen die "Darßer Schmuggler" Sommer für
Sommer ihr Publikum abwechselnd in Platt- und Hochdeutsch.
IRIS LANGER
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Von
Lutz Bäucker
Wieck.
Er schmeckt unvergleichlich, der Fisch in der kleinen Gaststube
im Dörfchen Wieck. Der Fischer hat ihn erst vor ein paar Stunden
aus dem Bodden geholt, und seine Frau Ramona hat ihn für uns
gebraten – "fangfrisch".
Das
gibt’s tatsächlich noch, hier auf dem Darß an der Ostsee. Hier
spürt man den Urlaub noch, und das nicht nur, weil einem der Wind
um die Nase weht.
Der
Darß war vor vielen Jahrhunderten eine eigenständige Insel wie Rügen
und das benachbarte Hiddensee. Nebendran lag Zingst - auch völlig
von der Ostsee umspült - und nun mit dem Darß zur größten
Halbinsel Deutschlands zusammengewachsen. Ein Urlaubsgebiet, das
in der DDR höchste Wertschätzung genoss, vor allem wegen seiner
langen feinsandigen Strände und des riesigen FKK-Campingplatzes
in Prerow. Dorthin drängelten sich die freiheitsdurstigen
Arbeiter und Bauern.
Zu
Recht: Der Strand vor Prerow ist weicher und weißer als in der
Karibik, die Luft frisch, angereichert mit würzigem Kiefernduft
aus dem Nationalpark-Wald im Süden. Zum Baden ist die Ostsee
allerdings meist nur etwas für Hartgesottene. Den Kindern
scheinen die Wassertemperaturen aber selten etwas auszumachen. Sie
plantschen auch bei 17 oder 18 Grad am Strand, um sich dann in den
traditionellen Strandkörben wieder aufzuwärmen. Das Badeleben
vor Zingst und Prerow ist streng geregelt: Es gibt
Strandabschnitte für Familien, für FKKler, für Hunde. Oben am
Deich treten derweil jede Menge Radler gegen den Wind aus Westen
an – man kann kilometerweit fahren, rechts das Meer, links die
Wiesen und Wälder am Bodden. |
Der
Bodden, das ist eine Art Binnenmeer mit einigen kleinen Inseln und
Überschwemmungsgebieten. Dort pflügen die alten Zeesboote durchs
Wasser - mit ihren typischen blutroten Segeln. Rund 120000 Euro
hat Detlev Möhr für sein "Irmchen" ausgegeben, das im
pittoresken Hafen von Zingst vertäut ist. Ein dickbauchiges,
wunderbar restauriertes Schiff, mit dem Detlev Touristen durch die
melancholische Boddenlandschaft schippert.
"Besonders
spannend ist das im Herbst," erzählt der Skipper, "wenn
die Kraniche bei uns zu Gast sind!" Im September und Oktober
fliegen die großen eleganten Vögel ein und fressen sich auf den
Feldern und Wiesen von Zingst die nötigen Reserven für ihren
langen Flug nach Afrika an. "Ein tolles Schauspiel,"
schwärmt Detlev, "wenn die in riesigen Schwärmen in der
Abenddämmerung landen!"
Kraniche
bringen Glück, heißt es, und Zingst und der Darß haben Glück
mit den Kranichen: Auch die Touristen kommen nämlich in Scharen
und verlängern die eher kurze Sommersaison bis Ende Oktober. Das
freut auch den Wirt vom "Klabautermann", mitten im Ort.
Auch bei ihm schmeckt übrigens die Scholle einmalig frisch.
Urlauber aller Altersklassen sitzen an den Tischen. Sie leihen
sich Fahrräder, strampeln hinüber zum alten Leuchtturm am Darßer
Ort, wo zu DDR-Zeiten nur die Volksarmee Zutritt hatte und wo man
heute sogar mit dem Pferdewagen durchs lichte Gehölz rollen darf.
Am wilden Weststrand nagen die Ostseewellen. "16 Grad!"
schreit ein Sachse und zeigt auf seine gerötete Haut - er war
gerade im Wasser. |
Nach
dem Strandspaziergang ist man froh, in einem der gemütlichen Cafés
von Prerow einen heißen Tee zum köstlichen Blaubeerkuchen
trinken zu können. Der
Darß und Zingst sind aber nicht nur für Radfahrer und
Vogelbeobachter ein schönes Ziel: Man kann
segeln und surfen, in Barth gibt’s einen kleinen Flugplatz,
Ranger führen durch den Nationalpark. Das Reizklima baut Stress
ab, da und dort bieten Hotels Wellnessangebote an. Im noblen
"Steigenberger" am Strand von Zingst lassen sich die Gäste
massieren und mit Rügener Kreideschlamm einschmieren. Das tut
nicht nur der Haut, sondern auch der Seele gut.
Zahlreiche
Restaurants brillieren mit ihren Fischgerichten. Die Tische mit
der schönsten Aussicht stehen an der Fensterfront des
"Kurhauses" von Zingst: Der Blick geht von der Stranddüne
weit übers Wasser hinauf Richtung Dänemark. Nach dem dritten
Bier mit Korn meint man manchmal, den Freibeuter Störtebecker auf
den Wellen reiten zu sehen.
Ausflüge
führen nach Stralsund und nach Rostock – lebendige Hansestädte
für Shopping- und Kultur-Freaks. Die sind auch im
Künstlerdorf
Ahrenshoop gut aufgehoben. Wer es lieber natürlicher möchte, der
segelt hinüber nach Hiddensee. Das ist eine wunderschöne
Tagestour mit unvergesslichen Eindrücken von der Ostsee. "Es
können ruhig noch ein paar Urlauber mehr zu uns kommen,"
lacht Zeesbootsegler Möhr, "wir haben viel Platz hier
oben!" Da ist also noch Luft drin, viel frische Luft.
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Auf der Halbinsel Darß lächelt
immer die Sonne. Selbst an grauen Tagen stimmen goldene Strahlen
heiter, wenn Urlauber durch Prerow oder Born schlendern und diese
an schönen Darßer Haustüren entdecken. Die aufgehende Sonne und
der Tulpenstrauß sind typische Motive für die beschaulichen
Meisterwerke der alten Handwerkskunst. Der über drei rote Tulpen
strahlende Planet und darunter eine stilisierte Blütenranke begrüßen
jeden, der zum Beispiel in die Prerower Kurverwaltung geht.
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Hartnäckig hält sich die Legende, nach der früher die
Fahrensleute ihre langen Seereisen damit verkürzt haben sollen, Türen
für ihre Häuser zu fertigen. Für Tischlermeister Hans-Jürgen
Roloff aus Prerow ist das Seemannsgarn. Er meint, dass unter den
Fahrensleuten allenfalls Schiffszimmerleute dazu in der Lage gewesen
seien. Er geht davon aus, dass sich die Seefahrerfamilien in der Blütezeit
der Segelschifffahrt auf der Ostsee gegen Ende des 18.Jahrhunderts
bis Mitte des 19. Jahrhunderts solch aufwändig
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gestaltete Hauseingänge finanziell
durchaus leisten konnten. Also erhielten die Tischler im Ort
lohnende Aufträge. Alle aus jener Zeit noch vorhandenen Originaltüren
stehen heute in den Darßdörfern unter Denkmalschutz, wie zum
Beispiel in Prerow die des ehemaligen Kapitänshauses in der
Buchenstraße 26. Dieser zweiflügelige Hauseingang mit rotem
Anker, goldgelber Sonne, stilisierten Lebensbäumen und üppigen
Schmuckleisten stammt aus dem Jahre 1834 und wurde Ende der
achtziger Jahre restauriert. |
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Im Direktflug mit Germanwings nach
Mecklenburg-Vorpommern und weiter mit dem Shuttle auf die
Urlaubshalbinsel Fischland-Darß-Zingst. Dreimal in der Woche können
Urlauber von Stuttgart und Köln/Bonn aus mit dem Flieger nach
Rostock-Laage, um erholsame und interessante Ferientage im
Urlaubs-land Mecklenburg-Vorpommern zu verbringen. „Auf dem
Flughafen angekommen, wartet auf die Gäste ab sofort ein
Shuttletransfer, mit welchem es ohne Verzögerung direkt
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weiter auf Deutschlands schönste Halbinsel nach
Fischland-Darß-Zingst in die Ostseebäder geht. Wir freuen uns, dass
es im Interesse unserer Gäste jetzt möglich ist, diesen
Direkttransfer anbieten zu können. Womit wir einen entspannten
Einstieg in den Urlaub garantieren“, sagt Mathias Löttge,
Vorsitzender des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst. Partner
des Tourismus-verbandes ist das Taxiunternehmen Michailkowski aus
Ribnitz-Damgarten. Mit einem Flyer werben
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die
Touristiker für diesen besonderen Service ab sofort in
Süddeutschland. „Beginnen die Ferien bereits mit einer problem- und
komplikationslosen Anreise sind entspannende und erholsame
Urlaubstage vorprogram-miert. Insofern bieten wir einen Service an,
der mit dazu beitragen wird, dass sich mehr Gäste aus dem
süddeutschen Raum für einen Urlaub auf Fischland-Darß-Zingst
ent-scheiden werden“, so Mathias Löttge. Buchungen und Bestellungen
können über
www.flymv.de/germanwings erfolgen. |